Wie ist der Ablauf bei einer Vermittlung von Tieren aus unseren Pflegestellen?

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Der Tierschutzverein OHZ e.V. hat kein Tierheim und alle Tiere in unserer Obhut sind in privaten Pflegestellen von ehrenamtlichen Helfern und Mitgliedern unseres Vereins untergebracht.

Wenn Sie sich also für ein Tier interessieren, das von uns vermittelt werden soll, setzen Sie sich bitte am besten telefonisch oder aber per Mail mit der jeweiligen Pflegestelle in Verbindung, um einen ersten Kennenlerntermin (und später gern auch noch einen zweiten) zu vereinbaren. Bitte kommen Sie möglichst mit Ihrer ganzen Familie zu einem solchen Termin, damit wir schauen können, wie das Tier auf alle Familienmitglieder reagiert.

Dieser Termin hat nicht nur den Zweck, dass Sie das Tier kennen lernen, das Sie interessiert. Wir möchten auch gern mehr über Sie und Ihre Lebensumstände erfahren, um so gut wie möglich einschätzen zu können, ob das Tier Ihrer Wahl überhaupt zu Ihnen und zu ggfls. anderen in Ihrem Haushalt lebenden Tieren passt. Wenn Sie einen Hund adoptieren möchten, ist auch ein Vorbesuch bei Ihnen Zuhause üblich, damit wir sehen, wie unser Schützling künftig leben wird.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Freigängerkatzen nicht in Innenstädte oder in Gegenden mit viel befahrenen Straßen vermitteln. Bei Wohnungen mit Balkon sollte dieser mittels Netz gesichert sein (und der Vermieter sollte sein Einverständnis hierzu gegeben haben). Katzen können die Gefahr nicht einschätzen und wir könnten es nicht ertragen, wenn einer unserer  ehemaligen Schützlinge sich durch einen vermeidbaren Sturz schwer oder tödlich verletzt.

Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Katzen, Hunden bzw. Kleintieren haben, sollten Sie vor der Anschaffung eines solchen Tieres einige Faktoren bedenken und sich selbst hinterfragen, ob Sie dem Tier Ihrer Wahl überhaupt gerecht werden. Katzeninteressierte finden z.B. ebenfalls in der Rubrik "Tiervermittlung - häufig gestellte Fragen" eine sog. "Checkliste - Eine Katze kommt ins Haus":

http://www.tierschutzvereinohz.de/Information/know-how/checkliste-eine-katze-als-haustier

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Sie haben sich entschieden und möchten ein Tier adoptieren? Dann schließt der Verein mit Ihnen einen Schutzvertrag, der die Bedingungen der Übernahme regelt und mit dem auch die Entrichtung einer Schutzgebühr fällig wird.

Die Schutzgebühr ist eine Aufwandsentschädigung und dient einerseits zum Schutz vor leichtfertiger, unüberlegter Adoption, aber natürlich auch der teilweisen Abdeckung der angefallenen Kosten.

Die Aufwandsentschädigung für unsere Katzen liegt zwischen 80,00 und 180,00 Euro; die für Hunde bei ca. 250 Euro (siehe unten). Sie richtet sich nach dem Impf-/Kastrationsstatus. Auf den ersten Blick finden Interessenten diese manchmal zu hoch, weil teilweise Katzen sogar verschenkt werden. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich aber ein anderes Bild.

Unsere Schützlinge werden alle bei Aufnahme getestet auf FIV und FeLV, sie werden entwurmt, meist auch entfloht, gegen Ohrmilben behandelt, geimpft gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut, überwiegend auch gegen FeLV. Alle werden gechipt und wenn sie alt genug sind auch kastriert.

Dadurch entstehen uns natürlich enorme Kosten - Kosten für Streu, Futter etc. sind da noch gar nicht mitgerechnet. Diese bezahlen wir komplett aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Unser Verein erhält für seine Arbeit keinerlei öffentliche Mittel.

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Schutzgebühren, die der TSV für eine Katze nimmt:

80,00 Euro für ein Katzenbaby, das geimpft und gechipt ist.

100,00 Euro für eine Katze, die geimpft, gechipt und kastriert ist.

140,00 Euro für zwei Katzen, die geimpft und gechipt, aber noch nicht kastriert wurden,

180,00 Euro für zwei Katzen, die geimpft, gechipt und kastriert worden sind.

 

Die Schutzgebühren, die der TSV für einen Hund nimmt,

liegen bei ca. 250,00 Euro. Je nach Rasse und Alter des Tieres variieren die Gebühren und sind individuell bei der Pflegestelle zu erfragen.

 

Die Schutzgebühr für ein Kleintier

(z.B. Kaninchen) beträgt 20,00 Euro.

 

Diese Gebühren werden bei Abholung des Tieres in der Pflegestelle in bar entrichtet oder vorher auf das Konto des Tierschutzvereins OHZ e.V. überwiesen. Die Pflegestellen arbeiten komplett ehrenamtlich und geben kassierte Gelder zu 100% an den Kassenwart weiter.

Wenn unsere Schützlinge die Pflegestelle am Tag des Umzugs verlassen, ist das für uns Pflegemamis und –papis immer ein trauriger Augenblick, denn man gewöhnt sich viel zu schnell an die kleinen Fellpopos. Andererseits freuen wir uns immer, wie gut sich die Kleinen meist entwickelt haben und ebenso freuen wir uns, dass sie statt eines entbehrungsreichen  Lebens auf der Straße nun ein Leben in einer Familie erwartet, die sie liebt und umsorgt.

Wenn dann erste Fotos von den Schützlingen in ihrem neuen Zuhause eintreffen, gibt uns das immer wieder Kraft und Motivation, weiterzumachen.

Selbstverständlich sind wir auch nach der Adoption jederzeit als Ansprechpartner für Sie da, wenn Sie Fragen oder Sorgen das Tier betreffend haben. Aber schöner als Sorgen sind fröhliche Berichte, die uns immer wieder erreichen, über jeglichen Unsinn und Schabernack, den die Kleinen so anstellen; das Ganze noch mit Fotos illustriert, wissen wir in den Pflegestellen dann wieder mal genau, wofür wir diese Arbeit machen.

 

 

 

Author

Heike