Checkliste - Eine Katze als Haustier

Vor der Anschaffung einer Katze sollten folgende Faktoren bedacht sein:

Katzenallergie:
Einzelne Menschen reagieren auf Katzenhaare (bzw. Katzenspeichel) allergisch. Gibt es womöglich Allergien gegen Katzen in der Familie?

Katzenallergie.jpg

Urlaub / Krankheit:
Eine Katze braucht tägliche Versorgung (Futter, Katzentoilette, Zuwendung usw.). Wer versorgt das Tier bei Urlaub oder Krankheit etc.?

Lebenserwartung:
Eine Katze kann 15 Jahre und älter werden. Passt das in Ihre Lebensplanung?

Kosten:
Eine Katze ist üblicherweise kein teures Haustier, aber auch ihre gute Versorgung kostet Geld! Bedenken Sie, dass Sie für Futter, aber auch für eventuell notwendige Tierarztkosten oder auch Beschäftigungsmaterial (bei Wohnungskatzen) aufkommen müssen.

Katzen verändern…:
…unter Umständen auch ihren Wohnraum auf Ihre Art und hinterlassen ggf. auch mal unliebsame Spuren in der Wohnung.

cat-care_destructive-scratching.jpg

Eine oder zwei Katzen:
Zwei (oder mehr) Katzen, die zusammen wohnen, können gemeinsam ihre arteigenen Bedürfnisse besser erfüllen, besonders wenn sie viel alleine sind. Eine Katze, die alleine lebt, benötigt mehr Zuwendung (Zeit, Ideen für Beschäftigung / Abwechslung). Es gibt aber auch Katzen, die auf Grund ihres Charakters lieber alleine bleiben.

Wie viele Katzen pro Wohnung:
Grundsätzlich wird empfohlen, in der Wohnung einen Raum mehr, als Katzen im Haushalt leben, zur Verfügung zu haben. Zu enge räumliche Verhältnisse können unter den Katzen zu Konflikten oder gar zu Unsauberkeit führen.

Katzentoilette:
Pro Tier sollte mindestens eine Toilette in der Wohnung zur Verfügung stehen. Katzen sind reinliche Tiere und mögen es gar nicht, wenn der Futternapf in der Nähe der Toilette steht. Nach Möglichkeit sollten Futter und Toilette deswegen räumlich getrennt sein.

Bildquelle: www.geliebte-katze.de

Kratzbaum:
Das Kratzen am Kratzbaum dient der Katze nicht nur zur Krallenpflege, sondern auch zur Kommunikation („Schau mal, was ich kann!“, „Schau mal, wie groß ich bin!“, „Hallo, hier wohn ich!“). Es ist daher notwendig, allen Katzen (auch Freigängern) eine oder mehrere Kratzmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Gefahren im Haus:
Katzen sind neugierige Tiere. Der Haushalt muss entsprechend auf Gefahren im Alltag untersucht werden. Kippfenster stellen für ALLE Katzen eine Gefahr dar. Sie sollten deswegen nur bei Anwesenheit von Menschen so geöffnet sein. Balkone müssen mit Netz (o.ä.) gesichert werden. Plastiktüten sollten immer außerhalb der Reichweite der Katzen verstaut werden. Auch Herdplatten, elektronische Geräte, die unbeaufsichtigt sind, können für die Tiere eine Gefahr darstellen. Ebenso gibt es einzelne Blumen und andere Pflanzen, die für Katzen giftig sein können!

Beschäftigung:
Katzen freuen sich über Abwechslung! Im täglichen Miteinander werden Sie erleben, dass kleine Gegenstände reizvolle Spielgeräte sein können. Im Fachhandel gibt es eine Vielzahl von Spielzeugen für die Tiere (Fellmäuse, Klangkugeln etc.). Auch Kartons und große Papiertüten (z.B. vom Einkauf, aber keine Plastiktüten!) verlocken zum Erkunden. Die Abwechslung macht es.

Transportkorb:
Ein Transportkorb gehört zur Grundausstattung von Katzenbesitzern.

Katzeneinzug.jpg

Tierarzt:
Sie übernehmen eine geimpfte und entwurmte Katze vom Tierschutzverein. Um die Gesundheit des Tieres zu erhalten ist es notwendig, die Impfungen regelmäßig aufzufrischen. Es wird empfohlen, das Tier einmal jährlich zum Gesundheitscheck beim Tierarzt vorzustellen. Eine Wurmkur sollte viermal jährlich durchgeführt werden, auch bei Wohnungskatzen.

Kennzeichnung:
Ihre Katze ist gechipt. Es ist unbedingt notwendig, die Katze (kostenfrei) bei einem Haustierregister anzumelden, da sie nur so im Falle des Falles beim Auffinden zu Ihnen zurückzuführen ist.

Futter:
Katzen sollten immer Wasser bereitstehen haben. Ob Sie Ihrer Katze Trocken- oder Nassfutter anbieten, ob Sie dieses zur freien Verfügung bereitstellen oder sie nur zu bestimmten Zeiten mit Futter versorgen, bleibt Ihnen (ggf. der Vorliebe ihres Tieres) überlassen. Bei Wohnungskatzen ist es wichtig, Katzengras anzubieten.

IMG_3840 01.jpg

Freigänger:
Ihre Katze soll Freigang haben? ACHTUNG: JEDE Katze braucht eine Eingewöhnungszeit in der Wohnung von mindestens 4 – 6 Wochen bevor sie raus darf, damit sie sich bei Ihnen zu Hause fühlt und bei Freigang sicher wieder zu Ihnen zurückkommt, auch wenn sie in eine Stresssituation gerät.

Mika-Freigang.jpg

Author

Tim